Stadtnachrichten

Über 1.000 Mal besuchten Kinder die Sommerwerkstatt


Für bis zu 35 Kinder pro Tag hatte die Stadt das Anmeldeportal geschaltet, am Ende waren es doch an etlichen Tagen einige Kinder mehr und am letzten Tag rechnete Sommerwerkstatt-Leiterin Gerlinde Hummel-Höfflin vor, dass sie insgesamt 1.007 Kinder – darunter viele mehrmals - empfangen hat in diesen sechseinhalb Wochen.

Vom ersten bis zum letzten Ferientag hatten die Betreuerinnen und Betreuer der 17. Sommerwerkstatt den Kindern eine interessante und mit kreativen und sportlichen Angeboten gefüllte Zeit geboten. Nur samstags und sonntags war es still auf der Wiese neben der Realschule am Salinensee.

„Bei allem Programm, dass wir angeboten haben, war doch wichtig, dass die Kinder genügend Zeit und Freiraum hatten, auch mal einfach nur Fußball zu spielen oder auf den blauen Fässern herumzusitzen und miteinander zu reden", erzählt Gerlinde Hummel-Höfflin, die in diesem Jahr von Praktikanten und angehenden Erzieherinnen und Erziehern unterstützt wurde. Auch Stadtjugendpflegerin Jessica Gälle wirkte mit. Bis zur Corona-Pandemie waren auch regelmäßig Bürgerinnen und Bürger mit dabei. Für die nächsten Ferienangebote würde sich Gerlinde Hummel-Höfflin daher auch wieder über die Teilnahme von engagierten Ehrenamtlichen freuen.

Insgesamt haben 133 Kinder die Sommerwerkstatt besucht, davon 75 Mädchen und 59 Jungen. Aus der Kernstadt kamen 75 Kinder, aus den Stadtteilen 43, von auswärts kamen zehn Kinder (teilweise arbeiteten die Eltern in Bad Dürrheim) und fünf von Sponsoren. Ein paar der ältesten Kinder kündigten auch schon an, dass sie im Jugendalter gerne als freiwillige Helfer wiederkommen möchten.

Gerlinde Hummel-Höfflin sprach von einem neuen Rekord bei der Besucherzahl von 1.007: „Man merkt deutlich, dass ein hoher Bedarf vorhanden ist, der nicht komplett abgedeckt werden konnte. Wir hatten auch eine große Warteliste. Entweder die Eltern können nicht die gesamte Ferienzeit durch eigenen Urlaub abdecken oder den Kindern gefällt es so gut, dass sie sich in so großer Zahl hier anmelden.“

Die Wetterkapriolen waren heftig: von nasskaltem Wetter anfangs der Ferienzeit, zog der Sturm dann die Heringe des Zeltes aus dem Boden und ließ die Absperrbänder wegflattern. Vor Gewittern mit Blitzen flüchteten die Betreuerinnen und Betreuer mit den Kindern in die Realschule. Später war es wiederum so heiß, dass das städtische Wasserwerk vom Hydranten eine Schlauchleitung auf die Wiese legte, damit sich die Kinder mit Wasser abkühlen konnten.

Besonders das Bauen von Holzhütten ist jedes Jahr sehr beliebt, sodass von den Kindern mit Holz, Hammer und Nägeln dieses Mal gleich vier Hütten gezimmert wurden. Im Mittelpunkt der diesjährigen Sommerwerkstatt stand jedoch eine Theaterbühne mit bunten Vorhängen. Dort wurde das Stück „Mobbing hat hier keinen Platz“ geprobt und aufgeführt. Es handelte von einem Mädchen, das neu in die Klasse kommt und von einigen Kindern gehänselt wird, bis sich einige mutige Mitschüler mit ihr solidarisieren und die Mobbenden in die Schranken weisen. Selbstverständlich wurde auch viel gebastelt: Figuren und Plastiken aus Ton, Windspiele, Indiacawurfsäckchen, Schmuck und Geldbeutel. Bis auf einen Wespenstich gab es zum Glück keine Verletzungen.

Sommerwerkstatt 2023

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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Bad Dürrheim