Hal­len- & Frei­bad Mi­nara

Minara wird für 7,6 Mio. Euro saniert

Am 30. November 2017 hat der Gemeinderat eine Generalsanierung bzw. einen Neubau des Hallen- und Freibades Minara auf der Basis der vorliegenden Varianten, die allesamt die beschlossene Kostenobergrenze von 8,9 Mio. Euro überstiegen, abgelehnt. Die Verwaltung hat daraufhin das für öffentliche Bäderanlagen spezialisierte Büro L&P Beratende Ingenieure GmbH mit der Prüfung beauftragt, ob Sanierungsmaßnahmen unterhalb dieser Kostenobergrenze möglich sind, so dass das Bad in Zukunft ohne nennenswerte Risiken weiterbetrieben werden kann.
Das Ergebnis der Prüfung wurde dem Gemeinderat am 25. Januar 2018 vorgestellt. Diese technische Sanierungsvariante beinhaltet folgende Punkte:
  • Sanierung der kompletten Technik im Unter- und Erdgeschoss des Gebäudes
  • Erhalt des Kinderbeckens / Planschbereich sowohl innen als auch außen
  • Außenwände und Dach werden neu gedämmt
  • Die Decke im Hallenbad (außer den Nebenräumen) wird komplett erneuert, ebenso die Glasflächen, die künftig nach Süden und Westen geöffnet werden können.
  • Die Außenrutsche soll erhalten und saniert werden.
  • Einrichtung eines neuen Kassensystems
  • Der Eingangsbereich wird neu gestrichen und mit einem neuen Boden versehen.
  • Die Umkleidekabinen werden erneuert und reduziert. Es entstehen weniger Einzel-, dafür mehr Familien- und Sammelumkleiden.
Die Duschen werden neu gefliest, das Innenbecken jedoch nicht, da es sich noch in einem guten Zustand befindet.Verzichten müssen die zukünftigen Gäste des Minaras auf das Freibecken und den Restaurantbereich. Letzterer wird zurückgebaut. Die freiwerdende Fläche soll zu einer Spielfläche für Kinder ausgebaut werden. In der Außenanlage sollen eine Strandfläche sowie ein kleiner Wasserspielplatz entstehen.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat diese Sanierungsvariante mit einem Kostenvolumen von 7,6 Mio. Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Als Folgekosten fallen jährlich für die Unterhaltung und den Betrieb des künftigen Hallenbades rd. 416.000 Euro sowie Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen von 430.000 Euro an. Nach Abzug der erwarteten Einnahmen von 209.000 Euro verbleibt ein ungedeckter jährlicher Betrag von 637.000 Euro. Dieser Betrag liegt um ca. 85.000 Euro höher als die derzeitigen Belastungen. Bei den Einnahmen ist eine angemessene Erhöhung der Eintrittspreise berücksichtigt.
Im nächsten Schritt soll nun von Februar bis Mai 2018 eine EU-weite Ausschreibung der Planungsleistungen durchgeführt werden. Anschließend soll das Projekt in die eigentliche Planung gehen. Voraussichtlich bis Februar 2018 soll der Planungszeitraum abgeschlossen sein. Die darauffolgenden Ausschreibungen der Baugewerke und Beauftragungen sollen bis Juli 2019 erfolgen, so dass mit dem Bau im September 2019 begonnen werden kann. Ein Jahr später, im September 2020, soll das sanierte Hallenbad dann eröffnet werden. Bis September 2019 wird das Bad somit erst einmal geöffnet bleiben und mit kleinen Reparaturen auf dem Laufenden gehalten. Sollten gravierende Schäden eintreten, muss über eine vorzeitige Schließung des Bades nachgedacht werden.